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Information    Fachbereich „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und -psychoanalyse”

Der Fachbereich bietet Ausbildungen auf den Gebieten der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie nach den Bestimmungen des Psychotherapeutengesetzes oder der ärztlichen Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer an.
Um eine Ausbildung können sich bewerben:
  • PsychologInnen mit Diplom- oder Masterabschluss, die eine Ausbildung zur/zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/-psychotherapeuten mit Vertiefungsrichtung tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie anstreben,
  • Mitglieder und KandidatInnen der anderen SPP-Fachbereiche, welche die Fachkunde Kinder- und Jugendlichentherapie erwerben wollen,
  • Ärztinnen und Ärzte, die eine Psychotherapiequalifikation für Kinder- und Jugendliche beispielsweise im Rahmen ihrer Facharztweiterbildung Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie erwerben wollen.
Für die Aufnahme von KandidatInnen, die bereits eine Zulassung für die Ausbildung in einem anderen SPP-Fachbereich haben und zusätzlich die KJP-Ausbildung anstreben, gilt folgende Aufnahmeregelung: BewerberInnen müssen zusätzlich noch zwei Zulassungsinterviews bei SupervisorInnen des KJP-Fachbereiches durchführen. Auf Basis dieser Interviews wird dann über die Zulassung im Ausbildungsausschuss entschieden. Diese zusätzliche Anforderung soll dazu dienen, die besondere Befähigung, die die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfordert, vor Ausbildungsbeginn näher zu beschreiben und die KandidatInnen auf ihrem Weg zu beraten. Zum einen muss die Fähigkeit und Bereitschaft, sich auf die Welt des Kindes einzulassen, vorhanden sein. Zum anderen sollten die BewerberInnen sich darüber im Klaren sein, dass in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ein besonders flexibler Umgang mit Regression, gerade auch in der eigenen Gegenübertragung gefordert ist. In der Arbeit mit Adoleszenten stellt das starke Agieren und das oftmals grenzverletzende Verhalten eine besondere Herausforderung dar, die auch nicht jeder/jedem TherapeutIn, die/der die Arbeit mit Erwachsenen gewohnt ist, vertraut ist. Auf diese Fähigkeiten und Bereiche werden wir bei den Zulassungsinterviews besonders achten.

Ausbildungsbestandteile:
Hauptbestandteil der Ausbildung in KJP sind die zweigleisig angebotenen KJP-Seminare. Im Basisseminar werden abwechselnd theoretische Arbeiten und Erstinterviews der TeilnehmerInnen besprochen. Ziel des Erstinterview-Seminars ist die Einführung in die Indikation und Technik tiefenpsychologisch und psychoanalytisch orientierter Kindertherapien sowie in die Methodik der Erstinterviews. Im Technisch-kasuistischen Seminar können fortgeschrittene KandidatInnen (im Anschluss an die Zwischenprüfung) durch kontinuierliches Vorstellen ihrer Therapiefälle vor dem Hintergrund theoretischer Schriften zur Theorie, insbesondere zur Deutungskunst, ihre Erfahrungen in den Behandlungen kritisch reflektieren.
Ergänzt werden diese KJP-spezifischen Angebote selbstverständlich über die Angebote des gesamten SPP und über die Teilnahme an fachlichen Fortbildungen der beiden Kinder- und Jugendpsychiatrischen Kliniken Leipzigs.
Für die Erstinterview-, die Theorie- sowie die Technisch-kasuistischen Seminare (Abend- wie Blockseminare) ist eine verbindliche Anmeldung über das SPP erforderlich. Bitte beachten Sie dabei, dass für KJP-Seminare – im Vergleich zu den anderen SPP-Seminaren – ein eigener Anmeldemodus gilt, der auf der Institutsseite beschrieben ist. Die Seminarstruktur erfordert eine regelmäßige Teilnahme und die Lektüre der vereinbarten Literatur. Im Falle von Abwesenheit ist die rechtzeitige Abmeldung bei der Geschäftsstelle notwendig; bei kurzfristigen Abmeldungen bitte auch die ReferentInnen informieren. Wir freuen uns auf angeregte Diskussionen in den Theorie-Seminaren und hoffen, dass durch ihre regelmäßige Teilnahme eine Ausbildungsgruppe zusammenwächst, die insbesondere für die Bearbeitung ihrer Ausbildungsfälle einen sicheren und vertrauten Rahmen zur Verfügung stellt.
Für die Ausbildungsfälle steht die KJP-Ausbildungsambulanz und der KJP-Behandlungsraum zur Verfügung. Information zur KJP-Ambulanz wird Ihnen nach Bestehen der Zwischenprüfung von der Geschäftsstelle zugeschickt.
Aufbauend auf einer KJP-Basisausbildung wird in Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Ausbildungsinstituten die Möglichkeit eröffnet, eine Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychoanalyse nach den Standards der DPV/IPV durchzuführen.
Wir freuen uns über die erfolgreich bestandene KJP-Abschlussprüfung von Esther Herrman – und gratulieren recht herzlich! Unsere interne kleine Geburtstagsfeier zum 10-jährigen Bestehen des Fachbereichs KJP wurde dankbar angenommen und es entstand darüber die Idee, so ein kleines, sommerliches Zusammentreffen – jenseits von Theorie und Praxis – einmal im Jahr zu gestalten. Ideen dazu sind sehr willkommen! Über unsere KandidatInnensprecherin, Jessica Rehm, können Sie wie gewohnt Anregungen oder Rückmeldungen in den Fachbereich einbringen; mit individuellen Anliegen zur Ausbildung, Fragen oder Sorgen wenden Sie sich bitte an Ihren jeweiligen Mentor oder Ihre Mentorin.
In diesem Semester begrüßen wir als Gastdozent Dr. phil. Udo Hock aus Berlin. Wir freuen uns auf seine Einführung in das psychoanalytische Werk von Jean Laplanche.
Mit guten Wünschen für ein erfolgreiches Semester,

Simone Berrouschot, Axel Holicki, Maria Johne, Kai von Klitzing (Sprecher des Fachbereiches), Franziska Schlensog-Schuster (Redaktion), Kerstin Schwarz (Vorsitzende des Ausbildungsausschusses), Edelhard Thoms, Annegret Wenn

 
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