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Information    Fachbereich „Hochfrequente Psychoanalyse”

Wir trauern um unseren geschätzten Kollegen und Mitglied unseres Fachbereiches und Schatzmeister der DPV, der plötzlich nach kurzer schwerer Krankheit am 24. Mai 2017 verstorben ist. Eine außergewöhnliche Trauerfeier, die gut seine Lebensart wiedergegeben hat, fand am 15. Juni 2017 auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden statt.
Auf der Frühjahrstagung der DPV in Ulm wurde Maria Johne zur Vorsitzenden der DPV gewählt. Wir gratulieren ihr dazu ganz herzlich und wünschen ihr für das nicht ganz einfache Amt die nötige Gestaltungskraft, Standfestigkeit und Weitsicht, damit sie die Herausforderungen unserer Fachgesellschaft gut meistern wird. Wir hoffen darauf, dass sie etwas von unserem Leipziger analytischen Geist mit einbringen kann. Das heißt Bewährtes bewahren und verteidigen, aber sich Neuem nicht verschließen, sondern öffnen. Analytisches Denken ist ohne Freiheit nicht möglich. Dogmatik ist genauso entwicklungshemmend wie ausufernde Beliebigkeit.
Weiterhin ist aus Ulm zu berichten, dass unser Kollege Axel Holicki zum Lehr- und Kontrollanalytiker berufen wurde. Sie sehen ihn auf dem Foto zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus München und Leipzig bei einer kleinen Feierlichkeit anlässlich seiner Ernennung. Nochmals von dieser Stelle aus, ganz herzlichen Glückwunsch. Des Weiteren sei erwähnt, dass sich Oliver Krauß und Anja Schmitt im Ausschuss „Öffentlichkeit und interdisziplinärer Dialog“ für neue Entwicklung in der elektronischen Vernetzung der Institute engagieren.
Leider musste das geplante Treffen am 23./24. Juni 2017 zwischen den Gießener und Leipziger Kolleginnen und Kollegen auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben werden.
Im Moment werden auf internationaler Ebene die gültigen Ausbildungsmodelle der IPA wieder einmal intensiv und heiß diskutiert. Dabei gibt es Vorschläge, das bestehende Eitingon-Modell dahingehend zu ändern, die bisher geforderte Mindestfrequenz von 4 bis 5 Sitzungen/Woche sowohl für die Lehr- als auch für die Ausbildungsanalysen auf 3 bis 5 Sitzungen/Woche zu ändern, wobei die einzelnen Fachgesellschaften weiterhin den ihnen eigenen, mit diesem Vorschlag kompatiblen Ausbildungsrichtlinien folgen können. Begründet wird dieser Schritt, der für das Selbstverständnis der DPV tiefgreifende Veränderungen bedeuten würde, mit wirtschaftlichen Bedingungen einzelner Länder, sodass AusbildungskandidatInnen keine entsprechenden PatientInnen mehr bekommen würden. Der jetzige Vorschlag wird vor allem durch die IPA-Gesellschaften Italien, Spanien und Brasilien getragen. Stefano Bolognini, der noch amtierende Vorsitzende der IPA, schrieb und zielt „… auf die ehrliche und wahrheitsgetreue Anerkennung dessen ab, was bereits praktiziert wird, um heimlich und verborgene Übernahmen (…) zu unterbinden.“ Einige europäische Gesellschaften, neben der Unsrigen auch die Englische, kritisieren vor allem die nicht ausreichende Diskussionszeit darüber, denn schon im Sommer 2017 in Buenos Aires auf dem kommenden Weltkongress soll darüber abgestimmt werden. Der Vorstand der DPV hat angeregt, in den einzelnen Instituten darüber zu diskutieren. Wir haben dies auf unserer letzten Fachbereichssitzung am 31. Mai 2017 ausführlich getan. Grundsätzlich halten wir die Erfahrungen mit hochfrequenten analytischen Prozessen für wichtig, favorisieren aber eine flexibilisierende Haltung gegenüber der Frequenzfrage (z. B. Analysen mit wechselnder Stundenfrequenz, fraktionierte Analysen, statt langer kontinuierlicher Dauer, ohne aber in Beliebigkeit zu verfallen). Diskutiert wird auch die Problematik der kassenfinanzierten Analysen und deren subtilen ambivalenten Haltung dazu.
Mit Freude haben wir auf dieser Sitzung auch dem Antrag auf affiliierte Mitgliedschaft in der DPV von Heide Appelsmeyer zugestimmt, den wir gerne unterstützen werden. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit in unserer Gruppe. Weiterhin besteht ein freundschaftlicher und fachlicher Austausch mit dem Berliner Institut. Die Supervisionsgruppe mit Bernd Nissen hat sich inzwischen fest etabliert und trifft sich wenigstens zweimal im Jahr. Hinweisen möchte ich noch auf die Herbsttagung in Bad Homburg vom 22. bis 25. November, die unter dem Thema „Veränderung im psychoanalytischen Prozess - Entwicklung und Grenzen“ stehen wird. Wir dürfen gespannt sein.
Für diejenigen, welche den Fachbereich noch nicht kennen, folgen einige allgemeine Informationen. Der Fachbereich „Hochfrequente Psychoanalyse“ des SPP ist zugleich eine seit 2008 anerkannte Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) mit allen Rechten und Pflichten dieser analytischen Fachgesellschaft. Die DPV (www.dpv-psa.de) wurde 1950 als Vereinigung mit dem Ziel gegründet, wieder Anschluss an die internationale Psychoanalyse zu finden, nachdem die Nationalsozialisten die deutsche Psychoanalyse teils vereinnahmt, teils zerschlagen hatten. Heute gehören ihr fast 1100 Mitglieder an. Außerdem befinden sich etwa 300 TeilnehmerInnen in der Ausbildung zur/zum ErwachsenenanalytikerIn. Somit ist die DPV mittlerweile eine der größten nationalen Gesellschaften innerhalb der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Zweimal jährlich finden große Tagungen mit führenden nationalen und internationalen VertreterInnen unseres Faches statt.
Der Fachbereich organisiert den Ausbildungsgang „PsychoanalytikerIn nach den Richtlinien der DPV/IPA“ und betreut die DPV-KandidatInnen, die in Technisch-kasuistischen Seminaren des Fachbereiches ihre vierstündigen Fälle vorstellen können. In speziellen, regelmäßig stattfindenden Seminaren werden theoretische und praktische Probleme der hochfrequenten Psychoanalyse diskutiert.
Für KandidatInnen der DPV-Ausbildung ist es möglich, über unsere Stiftung finanzielle Unterstützung zu beantragen.
Zur Zeit befinden sich 5 AusbildungsteilnehmerInnen und KandidatInnen in der regulären DPV-Ausbildung. Zu Fragen der Ausbildung, die zum Erwerb der Mitgliedschaft in der DPV führt, geben die Mitglieder des örtlichen Ausbildungsausschusses Interessenten gern Auskunft.
Die doch recht kleine Gruppe engagiert sich intensiv in der DPV. So ist Maria Johne die Vorsitzende der Gesellschaft und bis zu seinem Tod war Jörg Weidenhammer der Schatzmeister.
Geleitet wird die Arbeitsgemeinschaft von Arndt Ludwig. Den Vorsitz des örtlichen Ausbildungsausschusses hat Brigitte Trimper inne. Ihr Stellvertreter ist Jochen Schade. Brigitte Trimper und Arndt Ludwig sind durch ihre Funktionen gleichzeitig Mitglieder im Gesamtvorstand der DPV. Oliver Krauß ist am Projekt Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie beteiligt. Kai von Klitzing ist der Vertreter des Fachbereiches in der Hochschul- und Forschungskommission. Dagmar Völker vertritt unsere Interessen in der Fortbildungskommission. Margitta Wonneberger arbeitet, neben ihrer Funktion im Vorstand der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer, auch in der Kommission Gesundheits- und Berufspolitik der DPV mit. Außerdem vertritt Kai von Klitzing die Interessen des Institutes im IPT.
Arndt Ludwig vertritt die Auffassungen des Institutes im Arbeitskreis „Tiefenpsychologische Psychotherapie in der DGPT“, der sich mehrmals im Jahr trifft.
Allen sage ich wiederum Dank für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement. Auch für das kommende Semester wünsche ich mir weiterhin ein engagiertes, konstruktives und gelingendes Miteinander.

Arndt Ludwig
Sprecher des Fachbereiches

 
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